Conteúdo do Livro – LÍNGUA ALEMÃ

Buchtitel

FAMILIE SCHNEIDER

Eine “Gaucho-Familie” mit deutschen Wurzeln betreibt seit sechs Generationen Musik und präsentiert
„THE SCHNEIDER´S”
Ort: Quinze de Novembro, Rio Grande do Sul, Brasilien

Organisation
“Grupo Cultural Som Legal”

Vorwort
Die Augenfarbe, die Hautfarbe und die Gesichtszüge… Sie alle sind in unserer Genetik hinterlegt und werden von Generation zu Generation übertragen. Jedoch unabhängig des physischen Gebietes, kann es möglich sein, dass persönliche Eigenschaften, die die Zeit überschreiten und Fähigkeiten die mittels DNA nicht übertragbar sind, zusammenfügt?

Nicht nur Blutbande verbinden seit Generationen die Familie Schneider, auch die Musik. Das ist das Thema für diese Ausarbeitung, die sie nun in ihren Händen halten. Ein CD-Buch, das nicht nur die Geschichte einer Familie, die seit sechs Generationen ihre Nachkommen durch Musik verbindet, sondern beabsichtigt auch Aspekte des germanischen Kulturerbes der Gemeinde Quinze de Novembro, Rio Grande do Sul, Brasilien, wieder herzustellen. Insbesondere soll diese Lektüre das Interesse der Leser für dieses so wesentliche Element erwecken, und zwar, die Identifizierung einer Gemeinde mittels Musik.
In diesem Band wird die Geschichte der Familie Schneider seit ihrer Einwanderung in Brasilien, hinausgehend über die nachkommenden Generationen erläutert, sie startet in der Region Colônia Velha und endet im Munizip Quinze de Novembro. Auch konnten wir Informationen über die Region in Deutschland in der die Familie vor der Auswanderung in das neue Kontinent lebte, herbeiholen. Dieses Wissen besitzt dokumentarisch-geschichtlichen Wert, zu welchem wir im Laufe dieser Ausarbeitung, einschlieβlich der Daten und technischen Informationen, Abbildungen, Photos und mündlich erhaltene Informationen hinzufügten, die von Familienmitgliedern ausgehändigt, bzw. erzählt wurden.
Nachdem wir die Geschichte von sechs Generationen der Familie Schneider kennenlernten, wendet sich das wesentliche Thema auf Arbeiten der Familie mit der Musik: Musikgruppen, kulturelle Projekte, aufgenommene und verbreitete Arbeiten, sowie Veranstaltungen von Musikfestivals in Brasilien.
Die Musikgruppen und Musikprojekte der Schneider-Familie präsentieren sich bereits seit Gründung der allerersten „Musikgruppe“ (die in Brasilien sogenannten Bandinhas), die zur damaligen Einwanderungszeit Tanzveranstaltungen in deutschen Kolonien der ersten Einwanderer und später von deren Nachkommen, bishin zum Trio „The Schneider´s“, das sich aus der fünften und sechsten in Brasilien geborenen Generationen zusammensetzt. Die Band-Teilnehmer mittels Unterstützung der Kultur-Gruppe „Grupo Cultural Som Legal“ ermöglichte die Realisierung dieses Projektes, die unter anderen Aktivitäten ihre eigene Lieder die ebenfalls auf diesem Album enthalten sind, komponierten und produzierten.
Die Audio-Arbeit, bzw. die CD, enthält eigene Lieder, die von der Familie d.h. vom Trio The Schneider´s komponiert und produziert wurden. Von den 16 Liedern sind 13 unveröffentlicht, 2 sind Neuaufnahmen und 1 Lied ist Gemeingut. Titelmusik der CD ist „Dem Weg folgen“ (“Seguir o Caminho”).

Wir wünschen Ihnen eine unterhaltsame Lektüre und Anhörung letztendlich eine gute “Reise” durch die Geschichte der Familie Schneider!

Reflexion

“Mein Sohn, meine Tochter, erhöre die Weisung deines Vaters, vergiss nie die Lehren deiner Mutter, sie werden stets die Krone und die Perlen deines Lebens sein“.

(Sprichwörter 1:8-9)

Motivierung zur Projektrealisierung

Hingabe und Familienliebe
(Heinz, Edelgard, Volnei, Magali, Thaís und Thales)

1. GESCHICHTLICHER WERDEGANG DER FAMILIE SCHNEIDER
Die Pioniere
Porto Alegre, Hauptstadt des Bundeslandes Rio Grande do Sul, den 19. Juli 1847. An diesem Tag legte die Dampfbarke “Porto-Alegrense” am Hafen an. Nach einer etwa mehr als zweimonatigen Reise vom alten zum neuen Kontinent, machten nun Georg Schneider und Katharina Kurz Schneider ihre ersten Schritte auf „Gaucho“-Boden, wo sie ein neues Leben im Lande beginnen und die Familie Schneider fortpflanzen würden.
Der wesentliche Grund Deutschland zu verlassen und neues unbekanntes Land, unbekannte Ortschaften in der Neuen Welt, im Süden Brasiliens zu erobern, wurde dadurch, verursacht, da das deutsche Land keine Fortschrittsmöglichkeiten mehr bot. Landwirtschaftskrisen, Landknappheit wegen der kontinuierlich wachsende Bevölkerung und die unstabile Politik, waren die groβe Sorge der deutschen Kolonisten. Wegen dem Industrieumbruch wurde ein Groβteil der Arbeitskraft und vorher hoch bewertete Berufe zum Teil durch Maschinen ersetzt und abgewertet. Hinzu kommt, dass das neue unabhängige brasilianische Imperium den Einwanderern eine Menge Vorteile versprach, um ein neues Leben in diesem Lande zu beginnen. Aus diesem Grund sahen viele Familien hier eine Chance und hofften im brasilianischen Land eine bessere Zukunft für ihre Kinder gestalten zu können. So zogen sie in die Fremde, wo sie einer Reihe von Schwierigkeiten ausgesetzt wurden um an ihr Ziel zu gelangen.
Die in diesem Band beschriebene Geschichte bezieht sich auf die Familie Schneider und startet mit dem Einwanderer Georg Schneider. Georg wurde am 23. Oktober 1815 im kleinen Ort Holzbach, Gemeinde Simmern (Rhein-Hunsrück, Rheinland-Pfalz), geboren. Von dort emmigrierten unzählige Deutsche zum Hafen Hamburg (dort wurden sie eingeschifft um in das neue Land zu reisen). Am 5. Oktober 1840 heiratete er Katharina Kurz (sie wurde am 22. Februar 1822 geboren). Das Ehepaar lebte bis zu seiner Ausreise aus Deutschland im Dorf Gemünden (Kirchberg, Rhein-Hunsrück-Kreis, Rheinland-Pfalz); dort wurden die ersten drei Söhne aufgezogen. Georg war von Beruf Schmied und übte weitere Funktionen als Lehrer und Chorleiter aus.
Hervorhebenswert ist, dass viele der deutschen Nachnamen mit den ausgeführten Berufen des jeweiligen Familienoberhauptes betitelt wurden – sei es mittels der Haupt- oder Alternativaktivität um das Familieneinkommen zu verbessern. Die Familie Schneider wurde so betitelt, da die Familienmitglieder als Hauptberufe die Funktion „Schneider“ ausführten. Heutzutage ist „Schneider“ der drittgewöhnlichste Zuname in Deutschland.
Das Ehepaar mit ihren drei in Deutschland geborenen Söhne reiste also 1847 nach Brasilien. Auch gibt es keinerlei Anhaltspunkte um zu erfahren ob die Familie auf eigene Kosten reiste oder ob die Immigrationskosten von der damaligen Regierung getragen wurden. Obwohl historische Evidenzen es anderweitig ausweisen, zu der damaligen Ausreisezeit der Familie Georg Schneider trugen die auswandernden Kolonisten ihre eigenen Reisekosten.
Im Reisegepäck für das neue Leben befanden sich lediglich einige wertvolle Habseligkeiten. Vor Reiseantritt aus Simmern bis zum Hafen Hamburg wurde der Besitz versteigert, und das so erhaltene Geld diente dazu um die Familie bis zur Ankunft in das neue Land zu unterhalten. Die Reise auf hoher See von Hamburg bis Rio Grande dauerte 70 Tage, sie war schwierig und mit Gefahren verbunden, beachte man alle Schwierigkeiten und Gefahren, die eine solche lange Fahrt auf Segelschiffen zur damaligen Zeit mit sich brachte. Die Überfahrt war schwierig, denn zuzüglich der Unbequemlichkeiten machte sich die bevorstehende Angst vor Krankheiten spürbar. Das Schiff, das die Familie Schneider über den Atlantik brachte, war das Zweimaster-Segelschiff „Antonia“; es fuhr die übliche Route der Immigranten-Transporte, die in Rio Grande anlegten. Nach Ankunft und Ausschiffung dieses großen Zweimasters nach dessen groβen interkontinentalen Reise verblieben die Passagiere noch einige Tage in Rio Grande, wo sie auf kleinere Schiffe warteten, um noch einmal vier Reisetage durch die „Lagoa dos Patos“ anzutreten, um nach Porto Alegre zu gelangen. Es war die Dampfbarke “Porto-Alegrense”, die die Schneiderfamilie in die Hauptstadt Porto Alegre transportierte, wo sie am 18. Juli 1847 eintraf. Dort angekommen noch ein Bootsumstieg in noch kleinere Boote, die entweder per Ruder oder mit langen Bambusstangen flussaufwärts zum Endziel der Wasserwege getrieben wurden: São Leopoldo.
Der Bezirk São Leopoldo war Hauptsitz der deutschen Immigranten. Die dort angekommenen Familien verteilten sich auf fünf Regionen, später als „Sedes de Frequesias“ betitelt: „São Leopoldo, Novo Hamburgo, São Miguel, Bom Jardim und São José“. Die Familie Georg Schneider etablierte sich in der „Freguesia São Miguel“, genauer gesagt in der „Picada Verão“ (auch als Sommer-Schneiz bekannt). Diese Lokalität war damals Teil der Gemeinde Dois Irmãos, heute Sapiranga. Sowohl im Ort als auch im Umkreis waren bereits Immigrantenfamilien ansässig, einige schon seit Jahrzehnten, immerhin kamen die Schneider´s zur Zeit der zweiten groβen Immigrationswelle, die sich bis zum Jahre 1870, nach der „Farroupilha Revolution“ erstreckte.

Der Distrikt Picada Verão in Sapiranga (Grenze mit dem Munizip Dois Irmãos), unabhängig der groβen historischen Sammlung über die Kolonisierung wegen der noch erhaltenen Bauten und Kirchen von der Kolonisierungszeit, ist auch wegen seines Ökologischen Tourismus wichtig. In der Picada Verão gibt es Camping, Landgüter und Naturschutzgebiete.
Die Familie von Georg Schneider und Katharina Kurz Schneider, mit ihren in Deutschland geborenen Kindern Susanna, Catharina und Christian, hier angekommen, vermehrte sich schnell weiter. In Picada Verão kamen weitere sechs Kinder des Ehepaares zur Welt: Georg Nicolaus, Jakob, Heinrich, Peter, Margaretha und Elisabeth.
Wegen der vielen Immigranten-Nachkommen in Brasilien, zentralisieren wir unsere Geschichte auf die direkte Nachkommenschaft von Georg Schneider bis zu Thaís und Thales Schneider. Da die familiären Daten laufend aktualisiert werden, ist der Zugriff auf den etwas kompletteren Stammbaum über folgende Adressen möglich:
http:://familiaschneiderdesde1847.wordpress.com, http://www.theschneiders.com.br/, und http://www.somlegal.com.br .

Was die historischen, von der Familie nachgeforschten Gegebenheiten betrifft, besaβ Georg Schneider, als er mit seiner Familie eintraf, schon vorher eingewanderte Verwandte, die in deutschen Kolonien lebten. Nun im neuen Land und im Besitz von Boden lag die Arbeit darin ein eigenes Haus zu bauen, Ackerbau vorzubereiten und Waldabholzung vorzunehmen. Die wichtigste Aktivität lag im Ackerbau, die den Unterhalt der Familie gewährleistete. Georg Schneider, Schmied, auch Lehrer und Chorleiter in Deutschland, führte die Traditionen des germanischen Kulturerbes als er in Brasilien ankam weiter. Man fand dokumentarische Niederschriften wie Geburtsurkunden in Picada Verão, die die musikalischen Aktivitäten des eingewanderten Chorleiters bezeugen. Auch die Geschichten der Familie, die mündlich von Generation zu Generation weitergegeben wurden, berichten, dass Georg mit anderen Musikern übte und auf Festen und Treffen spielte. Allerdings wurde die Musik keineswegs beruflich ausgeführt, sie war das Hobby für Freizeit, Unterhaltung und brachte Erinnerungen aus dem Leben in der Heimat. Die Musik wurde dann an die kommenden sechs Generationen, die in Rio Grande do Sul geboren wurden, übermittelt.
Georg Schneider verstarb im jungen Alter von 42 Jahren am 12. August 1857 in Dois Irmãos. Er lebte lediglich 10 Jahre in Brasilien, wobei er die letzten drei Jahre bettlägerig war. Er hinterlieβ seine Ehefrau Katharina und neun minderjährige Kinder – als der Vater starb war das älteste Kind 17 Jahre alt. Jakob Schneider, von der ersten in Brasilien geborenen Generation, verlor seinen Vater mit acht Jahren.

Die erste in Brasilien geborene Generation
Jakob Schneider erlebte nur wenige Jahre die Gesellschaft seines Vaters. Als er frühzeitig starb, wurde klar, dass ihm eine schwierige Kindheit bevorstehe – die Mutter und Geschwister mussten die Herausforderungen der begonnenen Arbeit unter sich aufteilen; um den Traum eines besseren und glücklicheren Lebens, den seine Eltern zehn Jahre vorher begonnen hatten, in der neuen Heimat weiterzuführen. Damals wusste er als Kind noch nicht, dass er eine solide Grundlage für die Geschichte der Beziehungen zwischen der Musik und den kulturellen Traditionen seiner Vorfahren aufbauen würde, die von Generation zu Generation beibehalten ist.

Zwei Jahre nach Ankunft der Schneider-Einwanderer, noch immer im Ort der Picada Verão, wurde Jakob Schneider am 22. September 1849 geboren. Er heiratete im Alter von 20 Jahren, am 25. November 1869, Susanna Schuh.

Susanna war ebenfalls Immigrantin, sie wurde im Distrikt Bad Kreuznach (Rheinland-Pfalz), in Deutschland geboren, Tochter von Karl Schuh und Susanna Ludwig Schuh. Sie gebar acht Kinder, der Reihe nach: Georg, Elizabetha, Karl, Friedrich, Amalie, Luísa Katharina, Delfina und Jakob Filho.
Von Jakob ist bekannt, dass er seines Vaters Musik-Tradition weiterführte. Er war zugleich Landwirt und Kaufmann. Auf Abbildungen sieht man ihn als Imker. Auf der Geburtsurkunde seines Sohnes wiederum ist er als Schreiner registriert. Obwohl er vielseitige Aktivitäten ausführte, blieb ihm immer noch Zeit seinem Hobby, der Musik, nachzugehen, sie war die Unterhaltung der Familie und durch sie wurde die so wichtige kulturelle Tradition an seine Kindern weiter vermittelt. – In der nachfolgenden Generation durchquerte er das Bundesland und lieβ sich in einer Region, die ihm zusagte nieder, wo sie bis dato verblieben. Er ist der erste, in Brasilien geborene Nachkomme, demzufolge die erste musikalische Schneider-Generation, die sich in Rio Grande do Sul verbreitete und bereits sechs Generationen aufweisen kann.
Jakob starb am 30. Januar 1941 im Alter von 91 Jahren im Munizip Dois Irmãos, und wurde wo auch seine Gattin Susanna liegt, beigesetzt.
Die zweite Generation
Friedrich Schneider, vierter Sohn von Jakob und Susanna, wurde am 1. Oktober 1878 in Picada Verão geboren, wo er bis zu seiner Eheschließung verblieb. Er heiratete Elisabeth Damer am 22. Juli 1899, in Dois Irmãos, mit ihr zeugte er 12 Kinder: Hilda, Meta, Ernst, Olga, Delfina, Emílio, Lídia, Eugênia, Carlito, Alzira, Armindo und Werno. Elisabeth stammt aus Picada Café und wurde am 26. Juli 1882 geboren. Nach der Heirat zog das Ehepaar nach Picada Café, am Rande der BR 116 – an diesem Ort gibt es heute eine Tankstelle. Friedrich Schneider arbeitete als Landwirt, Schreiner und Musiker. Letzendlich lernte er ab seinem zehnten Lebensjahr von seinem Vater Musikinstrumente zu spielen, singen und musikalische Aufführungen zu realisieren. Unabhängig davon, war die Landwirtschaft die wichtigste Einnahmequelle. Das Land war jedoch unter der gesamten Familie seiner Gattin (Schwiegervater und Schwager) aufgeteilt, der Boden war hügelig und geröllig, so entschloss Friedrich sich mit seiner Familie anderweitig im Budesland niederzulassen.

“ Er war nicht nur Landwirt, Schreiner und Musiker als er noch in Picada Café lebte – dort gab es niemanden der Zähne ziehen konnte. Anlässlich einer Reise nach Porto Alegre, wo er seine Produkte vertrieb, kaufte er eine Zahnarztzange. Wenn die Zahnschmerzen überhand nahmen, zog er Zähne nicht nur seinen Kindern, sondern auch in der Nachbarschaft. Mit seiner Zange fungierte er also auch als Zahnzieher in Quinze de Novembro, wenn immer es erforderlich war. Anästhesie damals? Keine Spur…..“

1924 feierte Friedrich im Alter von 46 Jahren Silberhochzeit, seine Familie war bereits gegründet, also entschloss er sich von Colônia Velha abzureisen in Richtung der dritten Koloniesierungsregion des Bundeslandes: Zentrale Region und Nordwesten. Auf diesem Wege wurde er von seinem jüngeren Bruder Jakob Filho und entsprechender Familie begleitet. Der ausgewählte Ort war Cruz Alta, eine neue noch in Bevölkerungswachstumsphase sich befindliche Kolonie: Quinze de Novembro.
„In Cruz Alta offerierte man ihm Flachland ohne Wald zu einem erschwinglichen Preis. Hier konnte er weitere Grundstücke erwerben. Diese wollte er nicht: Weiter ging er nach Quinze de Novembro, wo er ein Stück Land erwarb, dort hatte er Wald und dicke Baumstämme, das bedeutete gutes fruchtbares Land. Die Mehrzahl der deutschen Nachkommen bevorzugten Urwaldgelände.”
Die Reise wurde per Tierkarren unternommen. Die Familie Schneider installierte sich drei Kilometer von dem Koloniesitz, in der Nähe des Evangelischen Friedhofes Sankt Jacob. Das Land war von einer Hauptstraβe durchquert.
Als Friedrich seine Familie in seinem neuen Zuhause installierte, machte er sich auf den Weg sein Gepäck abzuholen, das per Eisenbahn bis Cruz Alta transportiert wurde – etwa 70 km entfernt. Wegen der Unpünktlichkeit der Züge, obwohl er den langen Weg per Karre reiste, musste Friedrich am Bahnhof auf seine Fracht warten.
Ab Friedrich oder „Fritz“, wie er von der Familie und Freunden genannt wurde, kann die Geschichte etwas detaillierter erzählt werden. Sein Enkel Haini, der bei ihm lebte, teilte mit Vater und Groβvater viele Geschichten; er erinnert sich an viele wichtige Erlebnisse, die die Geschichte der zweiten in Brasilien geborene Generation darstellen. Auch andere Erlebnisse forschte er bei seinen älteren Cousins nach.
In Quinze de Novembro musste das Leben von Fritz neu aufgebaut werden: Haus- und Besitzorganisation, Pflanzung, Anpassung an die neue lokale Kultur. Die Kolonie akzeptierte jedoch die Lebensgewohnheiten der Familie Schneider, immerhin waren dort bereits etliche deutschstämmige Familien etabliert. Bald wurde auch ein Freundekreis hergestellt und er konnte Feste und Treffen musikalisch animieren. Tagsüber arbeitete er insbesondere als Landwirt und abends oder immer wenn es die Zeit erlaubte, lernte er seinen Kindern die Tonleiter seit den zehn oder elf Jahren. Die Jungen spielten Musikinstrumente und die Mädchen sangen. Fritz spielte Trompete und Kontrabass. Da er Musik liebte, sparte er Geld um ein Grammophon zu kaufen, um Plattenmusik anzuhören. Das Grammophon funktionierte lediglich per Kurbel. Auch Transkriptionen von Musiknoten realisierte Fritz.
Familie Schneider, sowie viele andere deutschstämmige Immigranten, gehörten der Evangelisch-Lutherischen Kirche an. Schon in Deutschland war er Anhänger dieser Religion, so entschieden seine Nachkommen diesen Glauben beizubehalten. Als Friedrich in Quinze de Novembro eintraf, fand er eine sehr involvierte Evangelisch-Lutherische Gemeinde vor, er wurde Gemeindemitglied und während langer Jahre fungierte er als Kassenverwalter. Auch während des Gottesdienstes, beim Singen von Kichenliedern, half er tüchtig mit.
Die von der Familie in Colônia Velha so geschätzte und gespielte Musik fand in Quinze de Novembro Partnerschaften für den Lauf von Fritz Schneiders Daseins, sowie seiner Nachkommen. Viele Musiker von anderen Familien zusammen mit den Schneider´s bildeten kleine Musikgruppen, die die Ereignisse der Gemeinde animierten. So wie von seinem Vater erlernt, lehrte Friedrich seinen Kindern schon früh sich an Aufführungen zu beteiligen.
Friedrich lebte 42 Jahre in Quinze de Novembro und starb am 26. Juni 1966 im Alter von 88 Jahren. Er wurde auf dem Friedhof Sankt Jacob in Quinze de Novembro, wo auch seine Gattin Elisabetha liegt, beigesetzt.

Die dritte Generation
Am 13. August 1917 wurde der neunte Sohn des Ehepaares Friedrich und Elisabeth, Carlito Schneider, in Bom Jardim geboren, früher hieβ das Munizip Ivoti. Bis zu seinem siebten Lebensjahr wohnte er mit seinen Eltern in Picada Café, als sich die Familie entschloss nach Quinze de Novembro umzuziehen.
Schon sehr früh wurde er von der Musik begleitet, bereits mit 13 Jahren präsentierte er sich mit seinem Vater und seinen Brüdern Emílio und Armindo mit der Musikgruppe der Familie. Sein Leben lang war er von der Musik begeistert, er sagte immer „die Musik flieβt in meinen Adern“. Er initiierte seine Kinder, Enkelkinder und auch andere Leute in die Musik. Er war nicht nur Musiker, er komponierte auch, die drei nachkommenden Generationen realisierten seinen groβen Wunsch, die Lieder seiner Familie auf Schallplatten zu verewigen.
In Quinze de Novembro, wo er seit seinem siebten Lebensjahr wohnte, heiratete er am 7. Oktober 1939 Rosa von Grafen. Rosa war herkünftlich aus Quinze de Novembro, sie wurde am 19. November 1920 geboren. Sie hatten fünf Kinder: Itomar, Marlise, Carlos, Frederico Neto und Heinz (mehr wegen seinem Spitznamen „Haini“ bekannt), wichtigster Erzähler der Geschichte Carlitos und Friedrichs und Hauptfigur der Geschichte der vierten in Brasilien geborenen Generation.
Carlito war Landwirt, wohnte im Inneren des Landes, arbeitete in der Landwirtschaft, wo er einige Tiere besaβ. An den Wochenenden allerdings, animierte er Feste und Tanzveranstaltungen. Lange Jahre war es seine Routine. Zu Beginn der fünfziger Jahre entschloss er sich in die Stadt zu ziehen, um sich mehr der Musik widmen zu können, demzufolge verkleinerte sich sein Ackerbau wesentlich. Die Verpflichtungen mit der Musik und der Familienband nahmen seine Zeit immer mehr in Anspruch, so entschloss er sich sein Landgut zu verpachten und in Gemeinschaft mit seinem Bruder Armindo einen Schusterladen zu kaufen. Sie reparierten und fabriziereten Pantoffeln, Holzschuhe, Schuhe und Stiefel. Später erwarb er zusammen mit seinem Neffen Ervino Marx ein Sägewerk im Inneren des Munizips. Einige Jahre später wurde das Sägewerk in die „Vila“ verlegt. Carlito übte somit mehrere Berufe aus: Musiker, Landwirt, Schuster, Schreiner, Musiklehrer und freier Mathematiklehrer und Lektürelehrer. Als Musiklehrer war er sehr anspruchsvoll, insbesondere was seine eigenen Kinder betraf. Sie übten viel, denn er verlangte einwandfreie Beherrschung der Instrumente.
Wegen seiner Liebe zur Musik lehrte und vereinte Carlito Musiker um Musikgruppen zu bilden. Auch er hatte seine eigene Musikband, bei der er Dirigent war. Er war Gründer der Musikgruppe 25 de Julho, bei der er Musiker und Dirigent war. Diese Gruppe spielte nicht auf Bällen, sondern auf Festen und besonderen Veranstaltungen Er bildete unter anderem: „Jazz Pulador, Jazz Caçula, Jazz Quinze de Novembro, Jazz Esperança und Jazz Harmonia”, letzte war ausschliesslich eine familiäre Zusammenstellung. Carlito als Dirigent und Posaunenspieler, die Söhne: Itomar an der Trompete, Carlos am Schlagzeug, Frederico an der Posaune und Heinz am Akkordeon. Der Schwiegersohn Sady Merg spielte Violine und der Freund Arnildo Goelzer spielte ebenfalls Akkordeon. Doch für Carlito fehlte ein Saxophonist im Jazz Harmonia, so kaufte er das Instrument und lernte eigenmächtig das Instrument zu spielen. Allerdings, was er mit der Musikgruppe finanziell einholte, war ungenügend für den Familienunterhalt, weshalb sämtliche Nebenberufe weiterhin ausgeführt wurden. Der jedoch erworbene Gewinn von Bällen und Feste ermöglichte, dass 1968 der erste Tonverstärker, zwei Lautsprecher, und zwei Mikrofone angeschafft werden konnten.

Die musikalische Geschichte Carlito´s musste viele Schwierigkeiten überwinden. Diese Tätigkeit war seine persönliche Realisierung, die er immer wieder mit anderen Aufgaben teilen musste, um den Familienunterhalt zu gewährleisten. Der Transport zu den ersten Bällen und Tanzveranstaltungen in der Region geschah entweder auf dem Pferde- oder Eselsrücken, oder aber per Fuhrwerk, um die größten und schwersten Instrumente zu transportieren. Carlito legte großen Wert auf seine Instrumente und pflegte sie mit viel Hingabe. Waren die Veranstaltungen weit entfernt, wurden Kleinbusse für den Transport gemietet. Die Schneider-Musikgruppe wurde dermaβen bekannt, dass sie sich 1972 sogar in Paraguay präsentierte.
Der Umgang mit der Evangelisch-Lutherischen Kirche war auch sehr intensiv. Carlito sang während des Gottesdienstes und war Mitglied des kirchlichen Posaunenchors.
Carlito´s gröβter Wunsch war die Aufnahme einer Langspielschallplatte (LP) mit der Musikgruppe der Familie. Dies war derzeit nur in São Paulo machbar, ein unerschwinglicher Traum nicht nur wegen der großen Entfernung, sonden wegen mangelnder finanziellen Ressourcen der Familie um die entsprechenden Kosten decken zu können.
Carlito starb im Alter von 63 Jahren am 2. Januar 1980, in Quinze de Novembro. Er wurde auf dem Friedhof Sankt Jacob in Quinze de Novembro, wo auch seine Gattin Rosa liegt, beigesetzt.
Die vierte Generation
Heinz Schneider, auch Haini genannt, vertritt die vierte in Brasilien geborene Musikergeneration der Familie Schneider, er ist die Hauptperson auf die sich die Geschichte der vierten Generation konzentriert. Haini wurde am 14. März 1949 in Quinze de Novembro geboren und ist jüngster Sohn von Carlito und Rosa. Er wuchs inmitten von Proben von Vater und Geschwistern auf und wartete gespannt endlich ein Musikinstrument spielen zu lernen. Mit 14 Jahren war er zum ersten Mal Schlagzeugspieler des Jazz Esperança auf einem Ball.

Haini´s start als Akkordeonspieler – Fähigkeit die er bis dato beibehält – begann durch „Zufall“. Eines Tages lieβ Carlito, Akkordeonspieler der Musikgruppe, sein Akkordeon für eine Woche bei der Familie. Haini nutzte die Gelegenheit täglich zu üben, nach einer Woche konnte er bereits einige Lieder mit Begleitung spielen. Haini hob sich hervor, wie bereits andere Familienmitglieder und vorhergehende Generationen, indem er mit Leichtigkeit diverse Instrumente spielen lernte. Begeistert von der Geschicklichkeit seines jüngsten Sohnes schickte ihn sein Vater nach Lajeado zu seinem Bruder Armindo. Dort lernte Haini von seinem Cousin Anselmo – der auch Akkordeon spielte – das Instrument anhand täglicher Übungen zu spielen und zu beherrschen. Als Carlito den Fortschritt seines Sohnes sah, schenkte er ihm ein Akkordeon mit 80 Bässen, das er in Bento Gonçalves kaufte.

Haini wirkte unentwegt bei den Veranstaltungen mit. 1966, im Alter von 17 Jahren, erlebte er einen sehr wichtigen Moment seines Lebens: die erste Aufführung der Gruppe Jazz Harmonia, die nur von Familienmitgliedern besetzt war. Während vieler Jahre war Haini an dieser Gruppe beteiligt.
Bei Haini und Familie war Musik dermaβen präsent, dass sogar das Kennenlernen seiner Ehefrau mit der Musik zusammenhängt. Ende 1969, genauer gesagt, im Monat November, hatte die Familie Schneider die Aufgabe die „Kerb“ in Quinze de Novembro zu animieren, es handelte sich hier um ein traditionelles Ereignis, das die gesamte Region umfasste. An diesem Abend spürte Haini, dass er die Frau seines Lebens kennenlernen würde, obwohl er dachte es sei unmöglich, da er während des ganzen Balles Akkordeon spielen musste. Auf dem Fest bot sich sein Freund an, an seiner Stelle spielen zu dürfen, damit auch Haini einmal tanzen könne. Ein junges Mädchen aus Linha Duas in Gesellschaft ihrer Freundinnen machte ihn aufmerksam und er lud sie zum Tanz. Er hoffte auf Erfolg, er frug sie, ob ihr das Fest gefalle, indem sie antwortete, „Jetzt fängt es an mir zu gefallen“. Drei Tänze und ein kurzes Gespräch danach, denn er musste zurück zur Bühne, machte ihn gewiss: Ab dem Tag hatte er nun eine Freundin.
Heinz heiratete Edelgard Tauchert am 22. Januar 1972 in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Ibirubá. Edel, wie sie bekannt ist, ist Tochter von Arthur Tauchert und Amanda Kannemberg Tauchert, sie wurde am 24. Mai 1954 geboren, ihre Geschwister sind: Eugênio, Armindo und Heinz. Ihre Familie wohnte in Linha Duas und nach der Heirat lieβen sie sich in Quinze de Novembro nieder .
Auch in der Familie von Edelgard wurde musiziert. Mutter Amanda spielte Violine und sang. Vater Arthur spielte ebenfalls Violine und sang in Chören. Doch die Familie praktizierte nicht so oft, erst dann als die Freundschaft Edel-Haini begann. Fuhr Haini nach Linha Duas, war sein Akkordeon ständiger Begleiter, dort spielten und sangen alle gemeinsam. Edelgard singt heute noch immer in Chören und auch in der Kirche.
Aus der Ehe stammen zwei Kinder: Volnei und Viviane. Auch sie erlebten die Musik seit ihrer Kindheit. Viviane widmete sich insbesondere der Musik und Volnei, auβer Singen lernte noch einige Instrumente spielen.
Haini weckte auch bei seinen Kinder das Musikinteresse, auch lehrte er fremde Personen Musik. Er half auch beim Lehren seiner Enkeln und Neffen. Seine berufliche Laufbahn startete mit der Familie, aufgeteilt zwischen Proben und Veranstaltungen an Wochenenden. Haini fungierte auch als Elektriker, Kaufmann und Kühlungs-Fachmann.
Vier CD´s wurden von Haini aufgenommen, somit realiserte er den Wunsch seines Vaters Carlito. Die musikalischen Arbeiten und Projekte werden nachstehend zitiert.
Derzeit präsentieren sich Heinz und Ehefrau Edelgard auf Ereignissen, er mit seinem Lieder in der Immigrantensprache, einige aus dem deutschen Folklore und einige als Reproduktion. Er mit seinem Akkordeon, sie mit ihrem Singen. Sie treten jeweils in deutschen Trachten auf und singen. Viele andere Melodien sind eigene Kompositionen von Haini oder von vorhergehenden Familienmitgliedern komponiert. Das Ehepaar ist im Handel tätig und besitzt neben ihrer Wohnung ein Warenhaus in Quinze de Novembro. Sie fördern unentwegt die Musik, sowohl in der Familie als auch im Munizip.
“Wir pflegen die Musik und singen fast jeden Abend bei uns zuhause. Nachdem wir Bälle- und Musikgruppen eingestellt haben, wurde unser Gesang kultureller gestaltet, wir präsentieren uns, unter anderem auf Hochzeiten, Ausstellungen, Feste, Schulen und Kirchen. Diese neue Aktivitäten basieren auf unser Liebesverhältnis aus der Vergangenheit, wir präsentieren verschiedene Musikstücke, ehren die deutsche- und „Gaucho“-Musik und singen immer wieder von Freude, Liebe und schönen Dingen.“ (Haini und Edel Schneider, anlässlich des Berichtes für die CD – „Unsere Geschichte“).

Die fünfte Generation
Die Musiklehre für sämtliche Mitglieder der fünften Generation – Volnei und Viviane -, begann bereits in früher Kindheit. Volnei wurde am 11. September 1972 und Viviane am 29. November 1976 geboren.
Volnei war gerade vier Jahre alt, als seine Schwester geboren wurde, zu Weihnachten bekam er ein kleines Akkordeon mit 8 Bässen Marke Hering, geschenkt. Unter Anleitung von Haini und Groβvater Carlito (der ihm auch das Lesen beibrachte) lernte Volnei seine ersten Lieder: „Cai Cai Balão“, „Parabéns a você“ (zum Geburtstag viel Glück) und „Boi Barroso” Der Musiklehrer Ervino Klein vertiefte sein Wissen.
Die Proben seines Vaters Musikgruppe fanden im Wohnzimmer statt, neben Volnei´s Zimmer. Volnei erlebte die Proben und wollte sich immer daran beteiligen. Obwohl noch sehr klein für öffentliche Feste wünschte er sich immer an der Band mitwirken zu dürfen, es wurde immer schwieriger ihn von Tanzabenden und Festen fernzuhalten. Seine erste Präsentation mit der Familie war beim „1. Grüner-Mais-Festival“ (1º Festival do Milho Verde) in Quinze de Novembro“.
Auch von der Familie mütterlicherseits wurde Volnei immer angespornt. Die Groβeltern mütterlicherseits Arthur und Amanda Tauchert, sowie die Urgroβmutter Ana Maria Kannemberg, die in Linha Duas wohnten, waren feste Wochenendeziele. Und zu der Zeit forderte ihn Groβvater Arthur heraus je Wochenende ein neues Lied spielen zu lernen. Ein kleines Kind, das mit einem kleinen Akkordeon spielte, entzückte selbstverständlich die Groβeltern, die ihm als Lob für jedes neues auf dem Akkordeon gespieltes Lied eine Münze schenkten.
Die Zeit verging und anlässlich einer Reise zu Verwandten in Três Coroas, wurde das kleine Akkordeon gegen ein gröβeres, grünes, Marke Sonelli mit 48 Bässen ersetzt. Noch eine Art Volnei anzuspornen, weiterhin zu üben und voranzutreiben. Später konnten sie ein rotes Akkordeon, Marke Todeschini mit 80 Bässen anschaffen, eine verkleinerte Ausführung, auf der Volnei noch bis zum heutigen Tage spielt.
Volnei nutzte sämtliche Gelegenheiten, unabhängig der Familienveranstaltungen, sich als Musiker zu engagieren. Ab der 3. Schulklasse nahm er an der „Banda Marcial do Colégio Menino Deus” teil.
Als Jugendlicher, Ende der 80-iger Jahre, nahm er an den zwei letzten Tanz-Veranstaltungen der Musikgruppe Harmonia – an der nicht nur Familienmitglieder sondern auch befreundete Musiker mitwirkten – teil. Etwas später spielte er im Ensemble der Familie Diettrich „La Bamba“ mit. Als Duo sang er mit seiner Schwester Viviane in einer Bar. Beruflich war er Kachelleger und Fahrradmechaniker, danach war er als Elektriker tätig, bis er seinen akademischen Abschluss als Anwalt erreichte und seine juristische Laufbahn beginnen konnte.
1990 gründete er mit seinem Freund Ivan Diettrich das Duo Ivan und Volnei, sie präsentierten sich weiterhin in Bars, auf Hochzeiten, Festen und Büffets. Sie verfügten über sehr simple Tonanlagen und Instrumente, lediglich Keyboard, Kontrabass und elektronische Rythmen. Inmitten einer Menge von Vergnügen war das Duo sehr erfolgreich und spornte die Ausbildung neuer Musiker an. In Partnerschaft mit der Bürgermeisterei von Quinze de Novembro wurden diverse Festivals mit jungen Sängern unter dem Titel „Musik ist Kultur“, organisiert.
Zwischen den Jahren 1993 und 1994 beendeten Ivan und Volnei ihr Duo, da Ivan´s Familie eine eigene Gruppe nur mit Musikern der Familie Diettrich zu bilden beabsichtigte. Das war für Volnei insofern günstig, da er sein Jurastudium in der „Universidade Cruz Alta“ beenden konnte und auch die Geburten seiner beiden Kinder ihn in Anspruch nehmen würden.
Praktisch alle Geselligkeiten an denen er teilnahm waren irgendwie mit Musik verbunden. Auch seine Frau Magali hatte er aufgrund der Musik kennengelernt. Anlässlich eines von den gemeinsamen Freunden Elemar Sand und Vera Inês Konzen veranstaltetem Gitarrenabend in Quinze de Novembro, waren beide anwesend und fanden gegenseitiges Interesse. Damals war Volnei´s Musikpartner sein Freund André Ricardo Ebert, der ihm die einheimische Musik, MPB (Brasilianische Volkstümliche Musik) und Pop Rock, ein völlig anderer Musikstil präsentierte, so anders als die deutsche, daheim gelernte Musik. Es war diese Musik Einheimische, Brasilianische Volkstümliche Musik,Pop Rock die Magali schon früh lernte und mochte und auch wegen dem Kontakt mit Kollegen und Freunde aus der Universität Santa Maria, an der sie studiert hatte.
Volnei heiratete Magali Mazzutti am 18. Juli 1992 in der Evangelisch-Lutherischen Kirche, in Quinze de Novembro. Die während der Hochzeit vom Bräutigam für die Braut gesungenen Melodie war: “Maluco Beleza“ von Raul Seixas. Es war nicht nur diese ungewöhnliche Musik, die den Hochzeitstag der Familie und Gäste prägte. Ein kalter Nieselregen verursachte eine gewaltige Temperatursenkung. Der Braut wurde so kalt, dass das Kirchentor geschlossen werden musste. Auch wurde zum ersten Mal die katholische „Ave Maria“ in der Evangelisch-Lutherischen Kirche gespielt. Beim Festmahl noch mehr Überraschungen: Stromausfall im Esssaal in Linha Floresta (Selbach). Volnei´s nicht geladene, vergessene Freunde trafen trotzdem ein. Die Festlichkeiten wurden von sämtlichen Musikern der Familie und Freunden in Angriff genommen.
Magali Mazzutti, Tochter von Olvides und Ilga, Schwester von Marcos und Marcone, wurde am 1. Januar 1969 in Espumoso geboren, wohnte dann in Linha Floresta, im Inneren von Selbach/RS. Sie wohnte auch in Tapera/RS, Santa Maria/RS und seit 1990 bis dato wohnt sie in Quinze de Novembro. Ihre Erlebnisse mit der Musik stammen lediglich aus sozialen Ereignissen und verstärkten sich nur nachdem sie Volnei kennenlernte. Sie hat keinerlei musikalische „Neigung“, sie singt nicht und spielt auch kein Instrument. Sie sagt immer, ihr Beitrag zur Musik war ein Musiker und noch zwei weitere zu liefern, und zwar: ihre Kinder Thaís und Thales. Sie spornte jedoch die Kinder zur Musik an und achtete auf die Lehren, die Volnei ihnen beibrachte.
Sowohl Volnei als auch seine Eltern förderten die lokale Musik und Kultur, sie formulierten dies mittels Gründung einer kulturellen und an Ereignisse gebundene Gruppe, das Thema wird nachträglich behandelt. Heutzutage arbeitet Volnei als Anwalt und seine Freizeit investiert er in Kenntnisse und kulturelle Projekte. Magali ist ausgebildete Biochemische Apothekerin und besitzt ein Labor für medizinische Untersuchungen in Quinze de Novembro.
Volnei´s Schwester Viviane widmete sich dem Gesang, sie wirkte an Familienvorstellungen und auch an der Aufnahme der ersten CD der Familie mit. Sie heiratete Paulo César Rodrigues am 11. September 1999 und gebahr einen Sohn William Schneider Rodrigues, geboren am 14. September 2000 in Ibirubá/RS, wo die Familie derzeit lebt.

Die sechste Generation
Fast eineinhalb Jahrhundert seit der Pinioniereinwanderung der Familie Schneider in Brasilien ist vergangen, die sechste Generation wurde geboren, Thaís wurde am 17. Januar 1993 und Thales, am 23. März 1994 geboren. Nur etwas mehr als ein Jahr Altersunterschied trennt die Geschwister, sie wuchsen zusammen auf und schon sehr früh begegneten sie der musikalischen Welt. Volnei und Magali zeigten ihnen Rythmen, Melodien, Lieder, Instrumente und antike Lieder. Sie wurden von der Familie sehr gefördert, kaum konnten sie richtig sprechen und schon sangen sie. Mit drei und vier Jahren waren sie schon mit den Eltern auf den Gemeinde-Festivals „Música é Cultura“ (Musik ist Kultur), die Kinder sangen und amüsierten sich während der Pausen.
Als Kleinkinder besaβen Thaís und Thales einige Instrumente als Spielzeug, Haini fertigte für seinen Enkel ein Spielschlagzeug. Bei manchen Anlässen war es praktisch unmöglich die Kleinen zu „bremsen“, sie hatten ihre Spielinstrumente und mit den Musikern taten sie als „spielten“ sie pausenlos in Begleitung der Familie.
Die Geschwister wurden mit der allgemeinen Kunst familiarisiert, dazu gehörte auch Theater, typische „Gaucho“-Tänze, Sport, sowie Volontärsarbeiten. Der Cousin William Schneider Rodrigues in den Fuβstapfen der Familie tretend, lernte und spielte Keyboard und Akkordeon.
Aus Spaβ wurde Ernst, als 2003 Thaís mit zehn und Thales mit neun Jahren ihre erste Darbietung auf einem groβen Ereignis in Quinze de Novembro vorführten, die Ausstellung „Expoquinze“ wird jeweils im Dezember in ungleichen Jahren realisiert. Damals öffnete die Familiendarbietung die Show von Osvaldir und Carlos Magrão. Thaís als Solistin und Vokal, Thales am Schlagzeug und Stimme, präsentierten sich mit Vater Volnei, Tante Vîviane und Groβvater Haini, sowie einige Musiker aus der Familie und Freunde. Ab dieser ersten Vorführung wurden sie zu sämtlichen Expoquinze-Ausstellungen geladen.
2004 entschloss man sich eine Familiengruppe zu bilden. Die Basis war anders als die der Schneider´s. Die kulturellen- und familiären Traditionen wurden zwar beibehalten, aber anders als bei den Gruppen. Thaís und Thales wollten jedoch Brasilianische Volkstümliche Musik, Einheimische- und Pop Rock-Musik, eine Stilmischung die der Jugend mehr zusagte, bieten. So entstand das Trio: Volnei am Keyboard, Thaís als Vokal und Thales am Schlagzeug, wo sie sich dann auf Festivals präsentierten. Später betitelten sie sich „The Schneider´s“, um auch ihre gemeinsame Herkunft und Zusammenarbeit zu bewerten. Sie präsentierten sich in Bars und Festivals. Auch eine CD wurde aufgenommen und kamen für eine Vorführung nach São Paulo. Dieses Thema wird nachstehend ausführlicher während der musikalischen Geschichte der Familie beschrieben.
Zur Zeit teilen sich “The Schneider´s“ in Bühne und Projekte auf. Die Proben finden in der Freizeit, die immer sehr knapp ist, in der Wohnungsgarage in Quinze de Novembro statt. Während der Woche befinden sich Thaís und Thales in Passo Fundo/RS, sie studiert Jura, er macht sein Staatsexamen in Musik in der Universität Passo Fundo. Sie sangen während zwei Jahre im Universitätschor mit.
Die Worte von Thaís umfassen das musikalische Gefühl einer Familie, die zusammenhält, sich integriert, sich über die Töne der Instrumente und des von Liedern, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden, erfreut.
„Seit unserer Geburt, ich rede in der Mehrzahl, denn ich beziehe mich auch auf meinen Bruder, fast ein Zwilling – denn er ist nur ein Jahr jünger als ich – leben und erleben wir die Musik. Bevor wir richtig sprechen konnten, lernten wir singen, und fast bevor wir schreiben oder lesen konnten, lernten wir Liedertexte auswendig.
Die familiären Mittagessen wurden immer von Shows, neuen Liedern und viel Spaβ begleitet.
Wir bekamen sämtliche existierende Instrumente geschenkt, wir machten einen Riesenradau durchs Haus, gravierten diverse „Video-Clips“, unter Applaus unseres „enormen Publikums“: Vater und Mutter.
Wir wurden erwachsen und Musik war und blieb unser ständiger Begleiter, sie wuchs mit uns auf. Wir bestanden darauf unsere eigene „Band“ zu besitzen: „The Schneider´s“. Wir konkurrierten erstmals auf dem Festival 2004, in der Nähe vom Ende der Welt und holten den immer unerwünschten letzten Platz ein. Das hat uns aber nicht entmutigt oder erschüttert. Wir träumten unseren Traum weiter.
2007 bot uns ein guter Freund Gelegenheit für eine monatliche Präsentation an. Wir lernten viele Menschen kennen, schlossen neue Freundschaften, lachten viel und erlebten auch manchen Reinfall, nicht zuletzt, amüsierten wir uns immer sehr.
Etwas später nahmen wir an einem anderen Festival teil, dort ergatterten wir das staatliche Finale. Den ersten Preis bekamen wir nicht, aber wir gehörten zu den Besten, wir schafften es.
Schlieβlich kam das Schulende, dann die Aufnahmeprüfung für die Hochschule, ich ging andere Wege, die Musik lieβ ich trotzdem nicht. Mein Bruder folgte seinem Beruf weiter.
Mittlerweilen wurden wir für eine Präsentation nach São Paulo geladen. Wir nahmen es beängstigt in Kauf. Es sind nun schon fast drei Jahre her seit unserem dortigen Auftritt, zweimal im Jahr. Es war und ist es eine der unglaublichsten Erfahrungen. Ein Auftritt in einer Stadt mit 12 Millionen Einwohnern, von denen sich einige sogar an uns und unsere Musik erinnern, die vielen dort neu errungenen Freunde, die groβen Eroberungen, die Freude, die „Choppes“, die Begegnungen, die Träume.
„Die Gruppe folgt weiterhin ihrem Ziel, jedoch in einem etwas langsameren Rythmus, doch ganz aus unserem Leben schalten werden wir sie nie. Sie zeigte uns einen Weg, sie lehrte uns das friedliche Zusammenhalten – und die Familie zu ehren. Die Musik zeigte uns, dass eine zusammenhaltende Familie irgendwelche schlechte oder schwere Situation, jeden Sturm zu überwinden hilft. Die Musik gab und gibt uns die beste Gelegenheit mit der Familie zusammen zu sein und jeden Moment, als sei es der Letzte, mit ihnen zu verbringen und weiterhin zu träumen. Träumen!“

1. DIE KULTURGRUPPE SOM LEGAL (GRUPO CULTURAL SOM LEGAL) UND DIE MUSIKALISCHEN PROJEKTE DER FAMILIE
Die Kulturgruppe „Grupo Cultural Som Legal” ist ein Verband ohne Erwerbscharakter und wurde am 22. August 1997 gegründet. Der Name wurde von Magali vorgeschlagen und basiert auf zwei damals ausgestrahlten Fernsehprogrammen
Dieser Verband wurde gegründet im Sinne Kultur, Musik, Theater, Tanz und sonstige allgemeine künstlerische Formen zu fördern und zu entwickeln. Somit ist die Gruppe „Grupo Som Legal“, juristische Person für die Realisierung von musikalischen, von der Familie erdachten Projekte zuständig. Das Ziel liegt darin, die germanische/deutsche Kultur im Einklang mit der Gaucho- und brasilianischen Musik zu verbreiten und zugänglich zu machen. Die erste von vielen noch kommenden CD´s ist das „Schneider´s Fest“.
Geschichten und Erlebnisse der Schneider´s bei Aufnahme der ersten Familien-CD „Schneider´s Fest“
Immer wieder hörte Haini, dass es seines Vaters Carlito gröβter Wunsch gewesen sei eine LP zu gravieren. Zu dieser Zeit hätte er nach São Paulo reisen müssen, um dort die Aufnahmen zu realisieren. Kostenmäβig waren sie jedoch nicht in der Lage sämtliche Musiker für einen längeren Aufenthalt, zusätzlich der Produktions- und Plattendruckkosten zu übernehmen. Dann starb Carlito ohne seinen ersehnten Wunsch realisiert zu haben.
Carlito konnte jedoch zu Lebzeiten die Liebe zur Musik bei seinen Kindern und Enkelkindern erwecken. Als Carlito starb, traf Haini die Entscheidung: „Mein Vater schaffte es nicht, ich werde jedoch alles daran setzen, um seinen Wunsch zu erfüllen“. Er begann am Repertoire zu arbeiten, sparte und als fast alles fertig war, kam immer etwas dazwischen, um das Projekt zu verhindern: Manchmal das Ausscheiden eines Musikers aus der Gruppe oder die Gruppe war nicht komplett. Gemäβ Haini, dreimal war alles fertig und abgestimmt um die LP zu gravieren, dann geschah wieder etwas, was die Aufnahme verhinderte. So wurde das Projekt zur Seite gelegt, die Musiker der Familie kamen immer weniger zusammen, doch die Bitten Hochzeiten, Feste oder Bälle in der Umgebung zu animieren, wurden akzeptiert. An einem Morgen im Jahre 1997, während er seinen „Chimarrão“ in Gesellschaft seiner Gattin genoss, sagte er ihr, dass wegen der ständigen Misserfolge eine LP-Gravierung ihn nicht mehr interessiere. Einige Minuten später, durch Zufall, Ironie des Schicksals oder sogar Gedankenübertragung, entschloss sich Volnei, kurz vor Mittag, zu seinem Vater zu fahren bevor er nach halbtägiger getaner Arbeit nach Hause fuhr. Dort kam er mit der Idee an: eine CD mit Musikern und Liedern der Familie aufzunehmen.
Dieses mal klappte es. Carlito´s Wunsch ging in einer aktuellen technologischen Form in Erfüllung, LP´s werden zwar nicht mehr vermarktet, weder gepresst. Das Album „Schneider´s Fest“ wurde im Blumenau, dem Bundesland Santa Catarina aufgenommen. „Gezwungenermaßen“ lernten sie CDs einzubrennen, der Gravierungsvorgang ist wesentlich schwieriger als gedacht. Sie übernachteten in improvisierter Unterkunft hinter dem Studio, und da keine „Küchenstruktur“ für Lebensmittelkonservierung und Kochgelegenheit vorhanden war, aßen sie „Brot mit Bananen“. Nach Beendigung der Aufnahmen, bevor sie nach Hause fuhren, aufgrund einer Mischung von „Nervosität und Emotion„ ging es Haini schlecht, groβer Schreck – glücklicherweise handelte es sich nur um schlechte Verdauung.
Die Erinnerungen an die Aufnahme werden sicherlich noch eine Weile sorgfältig im Gedächtnis haften bleiben. An der Aufnahme der Schneider´s Fest-CD nahmen teil: Heinz Tauchert (Edelgard´s Bruder), Marcos Tauchert (Heinz‘ Sohn), Haini Schneider, Viviane Schneider Rodrigues, Volnei Schneider und Itomar Schneider („Tuba“ Haini´s ältester Bruder).
Die Aufnahme wurde von der Plattengesellschaft “Faixa Nobre” vorgenommen, auch die Kufstein-Polka kam in die Aufnahme „Die besten orchestrierten Gruppen“ („As Melhores Bandas Orquestrandas”) in der Serie „Tanzmusik“ („O Som dos Bailes”), in der auch wesentliche Musikgruppen aus den Rio Grande do Sul und Santa Catarina-Szenarien mitwirkten“, unter anderem: Os Montanaris, Banda do Caneco, Orquestra Clarins de Prata, Musical Encontro, Orquestra La Montanara.
Die CD wurde 1997 lanciert. Aus technischen Gründen traf sie nicht in der Expoquinze-Woche ein (gröβte Austellung die jeweils, in alle zwei ungeraden Jahren im Dezember in der Region Quinze de Novembro stattfindet). Ab Lancierung jedoch, diente sie als Motivierung für mehrere andere Musikgruppen, so dass auch diese ihre Lieder gravierten, so konnten auch kleinere Musikgruppen in FM-Radios Akzeptanz finden. Die eigene CD enthielt diverse Stile – „Bandinhas“, langsame Melodien, Gaucho-Musik usw. – sie wurden in Radiosendungen AM und FM der Region gespielt.
Mittels der Musikgruppe “Banda Som Legal” kam die erste CD der Schneider´s nach Alto Jacuí. Somit realisierten sie nicht nur den ehemaligen Wunsch der Familie, sondern öffneten die Türen für ein wesentliches Wachstum und musikalisch-kulturelle Anerkennung in der Region. Bis dato gibt es noch eine groβe, variierte Anzahl von Musikgruppen die weitgehendes Repertoire verbreiten – doch der „Bandinha-Stil“ hat immer noch groβen Erfolg auf traditionellen Festen.
Noch ein Schritt für die Verbreitung der Deutschen Kultur: Das Volksfest
Acht Monate nach Lancierung der ersten CD “Schneiders Fest” realisierte die kulturelle Gruppe Som Legal ihr erstes Volksfest – ein Straβenereignis, Ressourcen wurden mittels “Gesetz für Kulturförderung im Bundesland Rio Grande do Sul (Lei de Incentivo à Cultura do Estado do Rio Grande do Sul) disponibilisiert. Vom 07. bis 16. August 1998 wurden die zentralen Straβen in Quinze de Novembro von Ständen für typisches deutsches Essen und Trinken aufgebaut. Musik und künstlerische-kulturelle Live-Vorstellungen, lokaler Handel in einem Ambiente, das durch deutsche Farben und Motive gekennzeichnet wurde, sowie freier Eintritt für das Publikum. Das Volksfest in Quinze de Novembro/RS war ein multikulturelles Deutsch-Brasilianisches Ereignis. Außer dem massenhaften lokalen und regionalem Publikum wurden wir auch durch die Anwesenheit des Deutschen Konsuls geehrt. Viele Verbände auch die Bürgermeisterei engagierte sich zur Realisierung dieses Ereignisses.
Dieses Geschehnis war eine einmalige Gelegenheit für sämtliche teilnehmenden Musikgruppen, die auf einer CD in Santa Rosa/RS zusammengefasst wurden. Nachdem auch sie ihren eigenen Wunsch realisierten, ihre Lieder auf einer CD festzuhalten, bemühte sich Familie Schneider mit der Gruppe Som Legal, damit andere Musikgruppen von Quinze de Novembro/RS die gleiche Gelegenheit bekamen. Viele Gruppen – die nicht mehr aus den ursprünglichen Teilnehmern bestehen oder aber aufgelöst wurden, gravierten lediglich ein Lied auf der Volksfest-CD.
Die teilnehmenden Gruppen waren: Musical Céu Azul, Orquestra Harmonia, Banda Reprise, Banda Nova Mensagem, Banda Gente Nossa, Musical Renovasom und Banda Som Legal, alle aus Quinze de Novembro, RS, stammend, auch die Gruppe Musical Encontro de Feliz, RS, war daran beteiligt. Die Lancierung der CD geschah anlässlich des Volksfestes 1999.

Die Familienmusik wird national bekannt: Sammlung der Zeitschrift Caras ”Musik der Welt”
Laut Volnei, trotz aller Arbeit und Hingabe, die die Familie ab der Musik entwickelte und Wiedergewinnung des deutschen Kulturerbes, erschienen einige Gelegenheiten in unerwarteten Zeitpunkten.
Mitte 2004, als Volnei mit seinen Kindern sich der Musik widmete, addiert man seine Arbeitsroutine hinzu, blieb ihm wenig Zeit sich den kulturellen Aktivitäten der Gruppe Som Legal zu widmen. Unabhängig davon, behielt die Gruppe zwecks Kadaster die site http://www.brasilalemanha.com.br bei. Hierdurch blieben sie immer aktualisiert nicht nur wegen der Musik, sondern auch wegen der Neuigkkeiten und dem allgemeinen Austausch zwischen beiden Ländern.
Ab diesem Kontakt erhielt die Gruppe über Volnei eine E-Mail mit der Bitte um Zusendung von Veröffentlichungsmaterial für die Zeitschrift Caras und Verteilung von 26 CD´s, auf der typische Musik eines Landes oder Region der Welt enthalten ist. Die gesamte Sammlung wurde von dem bekannten Musiker Corciolli, dem Verleger Editora Abril und dem Verfasser Gravadora Azul realisiert.
Als Volnei den Umfang und Ausmass des Projektes sah, antwortete er nicht auf die E-Mail. Es wäre ein zu groβes Projekt und die Chancen unter so vielen anderen Gruppen ausgesucht zu werden waren minimal. Die Produzenten jedoch bestanden auf die Familienarbeit und schrieben noch einmal, indem sie den Wunsch verstärkten Material zu erhalten. Kurz vor Weihnachten 2004 sortierte Volnei einige CD´s der Famillie, ließ sie bei Haini mit der Bitte sie per Sedex-Post abzuschicken. Als Haini zur Poststelle in Quinze de Novembro kam, fand er den Versand per Sedex zu teuer und sandte sie per einfachem Postweg nach São Paulo. Der Vorfall wurde dann vergessen bis eines Tages Volnei einen Anruf aus São Paulo erhielt – es war CORCIOLLI, Inhaber der Plattenfirma Azul Music, er informierte ihn, dass die Arbeit zugelassen worden sei und bat um Zusage seine Lieder in der Sammlung aufnehmen zu dürfen, diese wurden kostenlos gewährt.
Einige Monate später wurden CD´s der Sammlung “Musik der Welt” in Gesamtbrasilien an Zeitungsständen, als Beilage der Zeitschrift Caras vermarktet. Die erste Arbeit in Rio Grande do Sul mit Liedern der Familie Schneider war „Die Musik aus Brasilien“ (A Música do Brasil) mit dem typischen Gaucho-Lied: „Leva a Gaita“ aus der letzten CD-Sammlung, die in Rio Grande do Sul abgeliefert wurde, enthielt Lieder wie „Musik aus Deutschland“ („A Música da Alemanha“), wobei fünf Melodien der Gruppe Som Legal hervorstachen: Kufstein-Polka, (Können diese Augen lügen), Furacão, Vila Rica und Regresso. Das Material in Händen haltend, gab es keine Zweifel mehr: Ab diesem Moment wurde die Musik der Familie im gesamten brasilianischen Land bekannt. Nach Teilnahme an diesen Arbeiten wurden einige Melodien sogar als „Soundtrack in TV-Programmen“ gespielt. Das Telefon läutete unentwegt, Freunde informierten in welchem TV-Programm gerade eine Reportage mit der Familienmusik ausgestrahlt wurde. Es war ein wichtiger Schritt der Kulturgruppe Som Legal und ein Ansporn zur musikalischen Fortsetzung.
“Spiel Akkordeonspieler” (Toca Gaiteiro) und “Unsere Geschichte”(Nossa História) die letzten Arbeiten der Kulturgruppe Som Legal
Heinz und Edelgard Schneider realisierten etliche Projekte, sowohl im beruflichen als auch im privaten Leben. Die Familien der Kinder waren gegründet, die Enkel wuchsen heran, auch sie lebten mit der Musik. Die Musik wurde brasilienweit und von Freunden verbreitet. Unabhhängig davon, lag es nie im Sinne aufzuhören. Das Ehepaar rief ihr früheres Duo wieder ins Leben und nimmt an Wohltätigkeitsereignissen teil, an denen sie die deutsche Musik und Kultur an sämtliche Generationen verbreiten. Haini und Edel treten motiviert mit Trachten und groβer Freude auf. Ab 2011 produzierten sie zwei weitere CD´s.
“Toca Gaiteiro” ist eine Ehrung für Haini´s 46-musikalischen Jahre. Vorgeführt von Haini Schneider und Banda Som Legal, wurden für dieses Album diverse ältere, aus verschiedenen Epochen stammenden Lieder wieder hervorgerufen. Einige kamen aus den Notenbüchern Carlito´s, die er im Leben nie hatte aufnehmen können, wie es sein ursprünglicher Wunsch war. Einige seiner schönen Lieder sind bereits in Familien-CDs verewigt. Andere wiederum stammen aus Haini´s Jugendzeit – als er noch mit Edelgard befreundet war oder aus dem Alltag. Die CD enthält 17 Lieder plus zwei Bonusmelodien. An dieser Produktion nahmen teil: Haini Schneider (Akkordeon, Melodica, Keyboard, Blasinstrument und Stimme), Edelgard Schneider (Gesang); Thales Mazutti Schneider (Schlagzeug), Thaís Mazutti Schneider (Gitarre); Volnei Schneider (Keyboard, Bass und Stimme), sowie ein Musiker abstammend aus der fünften Generation der Familie Leandro Ruppenthal (Posaune und Trompete der Lieder 2, 12 und 14). Die CD wurde im März 2011 veröffentlicht.
“Unsere Geschichte” (“Nossa História”) wurde im April 2013 lanciert. Die Erleuchtung für diese neue Aufgabe kam aus vielen Fronten. Das Ehepaar präsentierte sich mehrmals gemeinsam, so wie früher. Die Familie (Kinder und Enkel) betitelte das Duo Haini und Edel Schneider – so wie sie bereits auch bei Freunden und Familie bekannt war und präsentiert die CD „Unsere Geschichte“. Auf dieser CD sind auch verschiedene Interpretationen von Edel in erster Stimme von Haini begleitet, enthalten. So wird nicht nur Edel´s Familie, die ebenfalls Umgang mit der Musik pflegt, auch die wertvolle musikalische Mitwirkung der Frauen hervorgehoben, denn wegen der damaligen kulturellen Gründen, wurde die Musik insbesondere an Männer weitergegeben. Viele Personen wünschten sich von der Kulturgruppe Som Legal wesentlich mehr deutsche Interpretationen. Zusätzlich wurde eine Eigenkomposition von Jakob Schneider wieder ins Leben gerufen, sowie der von Friedrich in Quinze de Novembro/RS gesungenen Liedern. Auf dem Album „Unsere Geschichte“ von Haini und Edel Schneider sind16 Lieder enthalten.
Die Gruppe „THE SCHNEIDER´S
Der von Thales und Thaís ausgewählte Name für das in Partnerschaft mit dem Vater Volnei eben gegründete Trio, ist einfach und allessagend. In ihrer Jugend konnten sie bestimmt nicht ahnen, dass sie heute als „The Schneider´s“ bekannt werden würden.
Einfach und komplett. Der Name “The Schneider´s” in seiner Stärke und Einfachheit offenbart, was das Trio vermitteln will. Sie sind bescheiden, verlangen weder eine Superproduktion noch hoch entwickelte Apparaturen. Sie können überall auftreten: sei es in der Garage eines Hauses oder in einem Freundeskreis der genau wie sie Musik liebt. Müssen sie auf die Bühne, wo sie vor tausenden Zuschauern auftreten? Kein Problem! Das Trio fürchtet nichts. Auch ihr Repertoire ist einfach: Sie spielen komplexe, aber auch einfache Lieder die „jeder Sterbliche“ mitsingen kann. Bevorzugt werden: Brasilianische Volkstümliche Musik, Pop Rock und einheimische Lieder.
Einfach und komplett, so ist das Trio „The Schneider´s“. Sie atmen Musik. Sie geben ihr Bestes und nutzen jeden freien Moment zum Üben, um sich zu präsentieren. Unternehmen sie lange Reisen, verzichten sie auf viele andere Verabredungen, denn Musik und Familie liegen an erster Stelle, gefolgt von Beruf und Studium. Mit ihren Liedern und Präsentationen übermitteln sie von Generation zu Generation Werte wie Respekt, Liebe, Freundschaft, Bescheidenheit und Familie.
Mazutti Schneider und Thales Mazutti Schneider starteten sehr früh mit Musik, in der Tat bereits als Babys waren sie immer dabei, wenn die Familie sich präsentierte und von den Eltern stimuliert, wuchsen sie inmitten Präsentationen auf. Die ersten Spielsachen waren Musikinstrumente, immer wenn sich die Gelegenheit bot, kamen die Kinder mit auf die Bühne und taten so als ob sie spielten oder mitsangen.
Sie waren noch klein als sie mit dem Spielen aufhörten. Als Thaís zehn und Thales neun Jahre alt waren traten sie in der Expoquinze 2003 mit der Familiengruppe auf. Die erste Herausforderung war besiegt, im kommenden Jahr, bzw. November 2004, wurde der Wunsch eine Familiengruppe zu gründen immer stärker. Volnei: Keyboard, Thaís: Gesang, und Thales: Schlagzeug nahmen an einem Einheimischen Musikfestival „CRICRAP“ in der Stadt Doutor Mauricio Cardoso, teil. Die von der Gruppe präsentierten Lieder waren „Malandragem“ von Cazuza und Frejat, erfolgreich gesungen von der Sängerin Cassia Eller. Von den 24 Teilnehmern holten sie den letzten Platz ein. Entgegen dem Ergebnis war das Festival stimulierend für viele junge Menschen die ab ihrer Jugendzeit typische Verabredungen hatten, wie Thales z.B., der in seiner Jugend nicht an der Fuβballmeisterschaft mitspielte, wo er Torwart war, um an dem Festival mitwirken zu können. Zu dieser ersten Präsentation traten sie als “The Schneider´s“ auf.
Die Familie übte weiter, wurde reifer und konzipierte ihren musikalischen Stil. Endlich im April 2007 wurde das Trio „The Schneider´s“ offiziell lanciert. Die ersten Vorführungen fanden im Restaurant Candeeiro in Quinze de Novembro statt, der Inhaber war Herr Gomes, sowie im Restaurant Mania´s, in der Nachbarstadt Ibirubá/RS, Inhaber Herr Rubens Francisco Lauxen, der sich als guter Freund der Familie entwickelte. Familienangehörige, Freunde und Kunden dieser Lokale hatten Gelegenheit den musikalischen Start des Trios miterleben zu dürfen.
Noch im Jahr 2007, haben sich die The Schneider´s im SESI-Festival „SESI Descobrindo Talentos“ (SESI Talente-Entdeckung) eingeschrieben. Das Festival hatte drei Klassifikations-Etappen (Lokal, Regional und Staatlich), eine einmalige Gelegenheit für Musiker, die ihre Arbeit vorführen wollten. Es war das zweite Mal – in 2006 -, dass die Familie mitwirken wollte, doch Thaís hatte eine solch starke Grippe und war dermaβen heiser, dass sie keinen Ton hervorbrachte.
In der lokalen Phase, die in Passo Fundo/RS realisiert wurde, eroberten sie den zweiten Platz der Kategorie Gemeinde. Somit wurden sie für die zweite Etappe Regional klassifiziert, die auch in Passo Fundo stattfand. An einem regnerischen Tag mit Donnerwetter, wurden Volnei´s Keyboards wegen falschem Anschluss beschädigt. Das Publikum tobte: „leiht ihm Keyboards“ und endlich nach Montage neuer Geräte, löste sich die aufgestaute Spannung von Thaís und Thales und aus Nervositität wurde Energie. Das für diesen Wettbewerb ausgesuchte Lied hieβ Regen („Chuva“). Autor war die Familie und passte wunderbar zu dem regnerischen Tag. Der Ärger der Beiden, weil sie glaubten die Präsentation würde ins Wasser fallen, lockerte die Stimme von Thaís und Thales schlug wie noch nie auf das Schlagzeug ein. Das war ihre beste Präsentation und das Ergebnis war: Erster Platz im Wettbewerb und Zutritt zum Landesfestival.
Die dritte und letzte SESI-Etappe “Descobrindo Talentos 2007” fand in Tramandaí/RS statt. Zu diesem Anlass wurde eine CD von sämtlichen Finalisten aufgenommen – die erste offizielle Aufnahme der „The Schneider´s“. Die Nervosität und der Druck sich in einer landesweiten Finale zu befinden und die Aufnahme ihrer ersten Musik auf einer CD, erbrachten ein nicht so erfreuliches Ergebnis wie in der Regionalen Etappe. Die Erfahrung und erworbene Kanntnisse anlässlich der Teilnahme an einem staatlichen Wettbewerb waren sehr wichtig – sowie die daraus entstandene Projektierung der Gruppe, veranlasste die Medien zu Reportagen in zwei TV-Programmen mit groβer Audienz: „Bom dia Rio Grande“ (Guten Morgen Rio Grande), mit Ausstrahlung im gesamten Bundesland und „Jornal do Almoço“ (Mittagsnachrichten) mit Ausstrahlung nach Cruz Alta und Passo Fundo.
Thales berichtet etwas mehr über dieSE Phase The Schneider´s anlässlich des Festivals “SESI Descobrindo Talentos”.
„November 2007, SESI-Festival Descobrindo Talentos”. Nach Bestehen der Gemeindephase, wo sie einen historischen zweiten Platz erringen konnten, begaben sich The Schneider´s nach Passo Fundo, um an der regionalen Phase teilzunehmen. Unter strömenden Regen, fast einer Sintflut gleich, präsentierte sich die Gruppe mit ihrer Musik „Chuva“ (Regen). Es wäre Wahnsinn zu glauben, dass es sich hier um eine Kombinationsgesinnung handele, vielleicht war es weiter nichts. Vielleicht nur reiner Zufall. Jedoch eine Reihe von Zufällen, die diesen regnerischen Samstagabend bestimmen würden.
Sieben Wettbewerber hatten ihre Präsentationen beendet. Als wir unsere Instrumente montierten, bewegte uns der Ansager Marcos Peralta mit seinen Worten: „Anlässlich des letzten SESI-Wettbewerbs Descobrindo Talentos (Gemeinde-Etappe), hörten wir die Gruppen an, die sich für diesen Abend klassifizierten, her kamen ein hübsches Mädchen mit blauen Augen und nebenan sah ich ein ebenso hübscher Bursche mit blauen Augen, ach, da war ja noch ein anderer, etwas stattlicher, auch mit blauen Augen und unter den Zuschauern befand sich ein Mädchen, das mit den Darstellungen vibrierte, da stellte sich heraus, dass es sich um eine Familie handelte“.
Tatsächlich, so rührende Worte können keineswegs schriftlich widergeben, was wir empfanden, vielleicht kann man auch nicht verstehen, warum und wieso dies mich so bewegte. Es kann sein, dass es die Art war, wie er es kundgab, auch er war bewegt und überglücklich, als er feststellte, dass es eine Familie war die musizierte. Es waren seine nächsten Worte, die etwas seltsames geschehen lieβen, die uns aber die nötige Kraft gaben, die wir nicht mehr glaubten zu haben, um an das so erträumte Ziel zu gelangen.
Die Familie Schneider, The Schneider´s, aus Quinze de Novembro, mit ihrem Lied „Chuva“ (Regen). Ich erschaudere wenn ich daran denke! In diesem Moment werden die Keyboards falsch angeschlossen und ein grauer Rauch mit einem seltsamen Geruch steigt empor. Im Moment wussten wir nicht, was es war, doch plötzlich stellten wir fest: unsere Keyboards waren durchgebrannt. Ausgerechnet die Keyboards waren ausgefallen. Unsere wichtigsten Instrumente. Volnei´s Keyboard und Bass. Alles war verloren, kein Keyboard, kein Bass, Volnei war nervös, sehr nervös sogar, Thaís schimpfte unentwegt die Verantwortlichen. Thales hingegen saβ, der Welt entrückt, an seinem Schlagzeug. Er war absolut ruhig, er sprach nicht, er atmetete nicht.
Aus! Ende des Festivals, was nun? Plötzlich schlug jemand vor, von den Mitbewerbern zwei Keyboards auszuleihen. Thaís rannte an das Mikrophon, bat um Hilfe und plötzlich standen zwei Keyboards auf der Bühne. Nein, das kann doch nicht wahr sein! Wettbewerber halfen Mitbewerbern. Da erscholl ein Riesenapplaus. Endlich konnten wir unsere Musik spielen. Nein, wir spielten nicht, wir legten eine Show von 5-6 Minuten nieder. Die angestaute Nervosität verwandelte sich in eine Energie die mit voller Kraft aus der Brust drang, ein Gefühl als hätten wir einen Krieg besiegt. Wir haben gespielt, schneller als sonst, wir machten Fehler ja, doch wir zeigten für was wir gekommen waren und das war ausschlaggebend. Wir fuhren zurück nach Quinze de Novembro mit der Siegertrophäe unterm Arm. Ein Lachen von Ohr zu Ohr, das Herz schlug bis zum Halse und wir waren nun sicher, Aufgeben? Niemals! Dieses Wort kennt die Familie Schneider nicht.
Nach diesen Festival-Erfahrungen folgten weitere Präsentationen der Familie in Quinze de Novembro und Umgebung. Eine wichtige und schwierige Phase der Jugend: Abschluss der Oberstufe, Zeit um die Entscheidung zu treffen an welchen Uni-Aufnahmeprüfungen bzw. für welche Kurse sich zu entschliessen, der Druck die diese diversen Aufnahmeprüfungen ausübten…, The Schneider´s gravierten ihre erste im August 2010 herausgegebene CD „Marco Zero“.
Die Inspiration für die 12 Lieder entstand aus Chroniken, die um das Jahr 2004, aus diversen Lebensabschnitten geschrieben wurden. Mit der Zeit verwandelten sie sich in Melodien, sämtliche Mitwirker trugen wesentlich dazu bei Musikbegleitungen zu integrieren oder ein Detail hinzuzufügen. Nach langen Gravierungsmonaten und mit fast abgeschlossener Arbeit, fehlte nur noch die Einbindung von Thales Schlagzeug, löschte Volnei versehentlich sämtliche aufgenommene Lieder. Sie waren um Haini besorgt, denn er war sehr gespannt auf die Herausgabe der CD, sie informierten ihn, dass einige Anpassungen durchgeführt werden müssten, was die Herausgabe etwas verspäten würde. Diese Episode markierte die Produktion eines weiteren Liedes: Marco Zero , dass dann Titel der CD wurde.
Die erste CD-Herausgabe von “The Schneider´s” erfolgte am 20. August 2010 im Bugatti Pub in Ibirubá/RS. Zu diesem Anlass wurden Einladungen an Familienangehörige und Freunde verteilt. Die Verbreitung wurde von den Band-Mitgliedern eigenmächtig realisiert.
Die zweite Arbeit der Grupe ist eine CD, die als Beilage zu diesem Buch mitgeliefert wird. Sie enthält insbesondere Kompositionen der Mitglieder von denen einige eigens für dieses Album komponiert wurden. Die zweite CD ist eigentlich die Fortsetzung der ersten „Marco Zero“ betitelt als “Seguir o Caminho” („Dem Weg folgen“). Thaís und Thales bekunden somit ihren Wunsch die Tradition, die über so viele Wege und Generationen zu ihnen gelangte, weiterzuführen.
Die Musik hilft die Familie zusammenzuhalten. Die Erfahrungen und die Familieneinheit sind entscheidend; dass einige Auseinandersetzungen wegen der Musik auftreten ist selbstverständlich, jedoch die Einigkeit, Partnerschaft, Kameradschaft und gegenseitige Hilfe ist maβgebend. „The Schneider´s“ bedeuten Mehrzahl, sie weisen auf: Begabung, Enthusiasmus und Realisierung.
4. DER MUSIKALISCH-KULTURELLE AUSTAUSCH IM STADTVIERTEL BROOKLIN: SÃO PAULO/SP
Bei einer kurzen Unterhaltung mit einem Mitglied der Familie Schneider, erkennt man sofort deren Liebe und Hingabe zur Musik, insbesondere die Eigenkompositionen der Familie. Offeriert man ihnen die Chance ihre Arbeit zu verbreiten, sowie eine positive Botschaft an andere Personen zu vermitteln, ist keine Überredung nötig. Sind die erforderlichen Mittel vorhanden, ist kein Weg zu weit.
Volnei hebt hervor, dass viele Gelegenheiten die die Familienarbeiten projektierte immer von den musikalischen Szenarien weit entfernt oder aber umfassenden Lokalitäten auftraten.
Eine solche Gelegenheit bot sich nach Präsentation der The Schneider´s, am 12. September 2010, in der Bar Opinião in Porto Alegre. Das Trio begab sich zur Hauptstadt um an einem Band-Festival teilzunehmen – jedoch mit einem sehr differenzierten Musikstil.
Nach Rückkehr des Festivals, wude eine E-Mail des unbekannten Senders Luiz Delfino Cardia, mit folgendem Textinhalt, vorgefunden: „Wir organisieren groβe Veranstaltungen in São Paulo, bitte um Materialzusendung“. So starteten die Kontakte zwischen dem Grupo Cultural Som Legal mittels dem Trio The Schneider´s und der AEMB – Associação dos Empreendedores e Moradores do Brooklin, (Vereinigung der Gesellschaften und Bewohner von Brooklin), wichtiges, deutsches Einwohner-Stadtviertel in São Paulo.
Zweimal im Jahr organisiert die AEMB typische Veranstaltungen: Das Maifest und das Brooklinfest (im Oktober). Sie heben die Deutsche Abstammung, die Kultur, Ethnien und Züge hervor, auch die Rassenmischung die in São Paulo als „Eventos Multiculturais“ (Multikurelle Ereignisse) betitelt werden. Auf den Festen ist auch Platz für kulturelle-musikalische Vorführungen vorhanden. Der Zutritt ist gratis, die Besucher können sich auf dem Strassenviereck amüsieren, z.B. die Straβen: Joaquim Nabuco, Barão do Triunfo, Princesa Isabel und Bernardino de Campos. Dort gibt es Musik, Tanz, Folklore, typische deutsche Küche u.a. Die Feste dienen auch dazu Geschäftskontakte und Partnerschaften anzuknüpfen.
Nach einem Monat Kontakt, Courage und Ermutigung von Freunden und Familienangehörigen, zusätzlich der Organisatoren des Ereignisses, die sich dann als Freunde erwiesen, machten sich Volnei, Thaís, Thales und Magali zum Brooklinfest 2010 auf. Die Fahrt bis São Paulo war nicht leicht. Eine lange Reise, Flugtickets, Unterkunft, wie sollten diese Kosten bewältigt werden? Sie mussten strategisch agieren, sie brauchten Sponsoren, so verkauften sie ihre CDs an Gesellschaften, die diese wiederum als Bonus an ihre Kunden verteilten. Sie hatten seitens der lokalen und regionalen Gesellschaftern gute Akzeptanz, so konnten sie ihre Reisekosten abdecken.
Die Gruppe The Schneider´s zusammen mit der Mutter, Ehefrau und Unterstützerin Magali, nahmen an drei Brooklinfesten 2010, 2011 und 2012 teil; auch auf dem Maifest 2011 und 2012 konnten sie sich präsentieren.

Auβer den Bühnenpräsentationen der multikulturellen Ereignissen Brooklinfest und Maifest, konnte die Familie Schneider wichtige Kontakte zwischen “Gauchos und Paulistas“ anknüpfen. Haini und Edelgard Schneider nahmen auch an diesen wichtigen kulturellen Momenten in 2011 und 2012 teil.

Die Familie nahm auch wichtige Kontakte mit kulturellen Gruppen auf, was dazu führte, dass diese nach Alto Jacuí fuhren, sowie auch führende Persönlichkeiten von Quinze de Novembro und von anderen Städten der Region. Diese wiederum festigten Kontakte und Partnerschaften in- und ausserhalb der Ereignisse mit Institutionen und Behörden, Körperschaften und führenden Personen in Kultur, Erziehung und Gesellschaft von São Paulo.
Ausser der mit der AEMB unterzeichneten Absichtserklärung, heben wir insbesondere die geschlossene Partnerschaft mit dem Colégio Benjamin Constant – Deutsche Vila Mariana Schule – von São Paulo hervor. Sie ist offizieller Sponsor der vereidigten Buch-Übersetzung deren Geschichte am 06.Januar 1901 begann und seit 1992 Bestandteil des Programmes „Escolas Associadas à Unesco“ (Verbundene Unesco-Schulen) ist, im Sinne der Kooperations- und Förderungsverstärkung zu anderen Schulen die Deutsch als Fremdsprache unterrichten. Beide Institutionen unterstützen, die von der Familie Schneider entwickelten Projekte mittels der Kulturgruppe Grupo Cultural Som Legal.
Die Teilnahme der Familie Schneider an dem Brooklinfest war gleichzeitig ein Erfahrungs- und Kenntnisaustausch was die Organisation von kulturellen Ereignissen betrifft, wie sich die deutschen Sitten und Bräuche verbreiten und sich in der Stadt erhalten, sowie der musikalisch-kulturelle Austausch zwischen den Regionen Süd und Südwesten. So wurden auch die Familiennamen und die des Munizips Quinze de Novembro bekannt, da sie auf dem offiziellen Programm enthalten waren. Sie konnten sich auch auf mehreren auf dem Fest enthaltenen Bühnen präsentieren
Zogen Volnei, Thaís und Thales wegen ihren ethnischen deutschen Zügen die Aufmerksamkeit der „Paulistas“ während der Vorführungen, sowie auf die Einheimische und brasilianische Musik im familiären Sinne auf sich so überraschten Haini und Edel das Publikum auch wegen ihrer typischen deutschen Trachten und Lieder, von denen viele in deutscher Sprache gesungen wurden. Hunderte von Fotos wurden geknipst, das Publikum war von der Familie entzückt.
Im Brooklin lernten sie auch den Verantwortlichen der Zeitschrift Caras kennen, der für die Bekanntmachung der Gruppe Som Legal in Gesamt Brasilien zuständig war. Der renomierte Produzent und Komponist Corciolli stellte sich Volnei vor. „Ich bin derjenige der dich in Caras platzierte“. Die gesamte Familie wurde von Euphorie befallen und nervös, weil sie ihn nicht persönlich kennenlernten, immerhin befand er sich, einfach bekleidet, mit seiner Gattin inmitten des Publikums. Nach einer Unterhaltung mit Freunden, bot sich das Ehepaar an, die Familie bei nächster Ankunft in São Paulo zu beherbergen.
Die Unterstützung von Freunden – erstmals die von Rio Grande do Sul, die die Familie anspornte an der Veranstaltung teilzunehmen, dann die neuen Freunde in São Paulo, die neue Ankünfte unterstützten, war für den so wichtigen Austausch Rio Grande do Sul / São Paulo für Familie Schneider grundlegend. Heute besteht reger Verkehr mit den Freunden aus São Paulo, u.a.: Luiz Delfino Cardia, das Ehepaar Ademar Távora und Marina Távora, das Paar Pietro Iaconelli und Ana Délia Iaconelli, die Geschwister Alessandra Mayra Ayde und Elias Ayde, Francisco Alvarez Neto, Douglas Iglesias, der Nigerianer Niyi Fotte, Elisa Carvalho, Patrícia Satto, Stefan Graf von Galen, Everton Augustin, Carlos Cezar Maravilha, Cauê Andrade, Alexandre Olivares, Ronaldo Honda, sowie Musikkollegen, Ton- und Licht-Techniker Bühnengehilfen u.a. Die Familie beabsichtigt zurückzukommen um an anderen von der AEMB organisierten Veranstaltungen teilzunehmen. „Wir wurden so herzlich empfangen, dass die Freundschaft weiterhin bestehen bleiben wird. Viele Menschen erinnern sich an uns, beginnend vom Hotelportier, Taxifahrern, Restaurantkellner, sogar einige Brooklin-Einwohner.
5 DIE “DEUTSCHEN GAUCHOS” IN QUINZE DE NOVEMBRO
Das Munizip Quinze de Novembro ist ein wichtiger Anhaltspunkt der Geschichte der Schneider-Familie. Als es noch zum Distrikt Cruz Alta/RS gehörte, siedelte sich die zweite in Brasilien geborene Musikgeneration der Familie dort an, Friedrich mit seinem Sohn Carlito. Sie passten sich rasch an das neue Zuhause an. Zu der Zeit waren in Quinze de Novembro bereits viele Immigranten oder Deutschstämmige ansässig, die wie die Familie Schneider, kulturelle, musikalische und religiöse Gegebenheiten pflegten.
Einige Musikgruppen gab es schon, auch ein musikliebendes Volk war in Quinze de Novembro vorhanden, so dass die Familie ihrer Lieblingsbeschäftigung weiter nachgehen konnte. Sie wurden von der lokalen Gemeinde aufgenommen (heute besteht Quinze de Novembro aus ca. 70% deutscher Nachkommen), auch von der Kirche – Die Deutsch-Lutherische Kirche in Brasilien – IELCB (Igreja Evangélica de Confissão Luterana no Brasil – IELCB). Die Familienmitglieder nahmen immer an den Gemeindeaktivitäten teil, sowohl an verwaltungsmäβigen als auch an musikalischen Präsentationen. Quinze de Novembro ist die gröβte Evangelisch-Lutherische Gemeinde in Brasilien (80,37%).
In Quinze de Novembro wurden unzählige Musikgruppen ins Leben gerufen, sie waren auch Tagungsorte mehrerer Folkloregruppen und wichtiger kultureller Veranstaltungen mit groβer Resonanz, man nehme als Beispiel das Volksfest, dass von der Gruppe Som Legal und deren Unterstützer veranstaltet wurde. Die germanischen Traditionen werden mittels typischen Veranstaltungen kultiviert und von musikalischen Präsentationen gefördert. Unter diesen befindet sich die Banda Musical 25 de Julho; Carlito Schneider war einer der Mitgründer dieser Band, sie besteht noch immer und präsentiert sich bei öffentlichen, munizipalen und regionalen Anlässen.
Die Familie beteiligt sich an vielen Volontariatsaufgaben in Quinze de Novembro insbesondere in Unterstützung der Associação Hospital (Hospital-Verband). Auβer, dass sie die weiterhin die deutsche Musik und Kultur von Generation zu Generation pflegt und verbreitet, fassten sie auch Fuβ als Gauchos. Weit und breit werden die Fahnen von Quinze de Novembro und Rio Grande do Sul, sowie die Liebe und Ehrfurcht ihres Landes und Herkunft verbreitet und gehütet. Desweiteren wird eine Arbeit für die Soziale Entwicklung mittels Kultur gefördert, beginnend mit der Musiklehre, auch im Sinne Fremdsprachen zu lehren, sowie Basiskenntnisse der Bürgerrechte in Jura- und Sozialwissenschaften.

6 GESTERN, HEUTE, MORGEN, DIE SUCHE NACH „FÜR IMMER” UND DIE VERPFLICHTUNG MIT MUSIK UND KULTUR
Die gesamten Generationen der Familie, jeder zu seiner Epoche, wandte diverse musikalische Elemente in ihren Liedern an. Die Einwanderer behielten selbstverständlich die Kenntnisse ihres Herkunftlandes und lehrten sie ihren in Brasilien geborenen Kindern. Diese wiederum übernahmen lokale und kulturelle Eigenschaften der Immigranten und entsprechenden Nachkommen verschiedenster Nationalitäten. Die Musik wurde bereichert und es ist unmöglich sie stilistisch einzuordnen. Die erste CD der Familie enthielten Musik deutscher Inspiration, Gauchomusik, kleiner Musikgruppen und romantische Lieder.
Die Musikgruppen der Familie holten frühere typische kulturelle und lokale Elemente (Gaucho) in die Gegenwart, auch ihr Repertoire konnten sie an historische erlebte Momente und an die Präferenzen der Teilnehmer der Gruppe anpassen. Bis zur fünften Generation animierten die von der Familie gebildeten Musikgruppen Bälle und Feste, mit mehr Teilnehmern spielten sie zur Tanzmusik auf. Auβer den Bandinhas nahmen die Musiker der Familie auch an Chören und Orchestern teil, die sich an kulturellen Anlässen präsentierten.
Von der fünften zur sechsten in Brasilien geborenen Musiker-Generation wurde das historische Sozialprogramm anders erlebt; auch die sechste Generation hatte ihre musikalische Einführung zwischen Kindheit und Jugend. Sie spiegelten sich mehrfach an Musikern oder Musikgruppen die sie bewunderten, deren Lieder sie mochten und sangen, z.B. MPB (Brasilianische Volkstümliche Musik), Einheimische Lieder und Pop Rock…. So begannen sie ihre Laufbahn, sie sangen in Bars, Restaurants und Festivals.
150 Jahre sind vergangen seit der Pioniereinwanderung der Deutschen bis zur Musikeinführung der sechsten in Brasilien geborenen Schneiderfamilie. Es sind andere Zeiten, vieles hat sich geändert, die Jugend verfügt über so viele andere Möglichkeiten, doch die Musik bleibt in der Familie in deren Freizeit bestehen, sie fördern und fordern die Familie heraus, damit die kulturelle Gruppe Som Legal immer mehr die Botschaft von Kameradschaft, Freude, Freundschaft und andere Werte an immer mehr Mensche verbreitet.
Heutzutatge bezeichnen sich die The Schneider´s als “Gaucho-Deutsche”. Im Herzen und in der Gesinnung lebt das Repertoire, die Ehrfurcht und Liebe zu dem Land in dem sie leben und zur Gemeinde die ihre Familie aufnahm und in der sie bis heute sind. Sie sind stolz auf das Gaucho-Land und auf die deutsche Nation, auf die tapferen Vorfahren, die ihr Land verlieβen, um in der Fremde eine bessere Zukunft aufzubauen. Sie sind stolz auf die Familienstruktur, auf die festen Beziehungen, auf die Freunde, auf das Zusammenhalten und Einheit der Familie.
Das Projekt
Die Ausarbeitung die sie in Händen halten, ist aus den Familienwünschen geboren, damit immer mehr Menschen ihre Geschichte kennenlernen. Sie ist das Ergebnis von vielen Recherchen und Fleiβ der gesamten Familie: Haini, Edel, Volnei, Magali, Thaís und Thales, die monatelang Fotos sortierten, dabei traten Erinnerungen und Erlebnisse auf, sie komponierten, produzierten und gravierten die Lieder der CD und verbreiteten das Projekt.
Dieses Projekt wurde von Ressourcen der Secretaria de Estado da Cultura do Rio Grande do Sul, mittels Ausschreibung SEDAC Nr. 02/2012, in der Wettbewerbsausschreibung „Wirtschaftsentwicklung der Kultur Pro-Kultur RS FAC“, Unterstützungsfond für Kultur realisiert. Das Programm erhält Support von wichtigen Institutionen und wurde in das offizielle Programm des Jahres „Deutschland + Brasilien 2013 2014, Wo Ideen sich verbinden“ aufgenommen. Offizielle Partnerschaften, um die Beziehungen zu erweitern und zu vertiefen wurden hervorgerufen vom Auswärtigen Amt (AA) unter Koordination vom Deutschen Industrieverband-BDI und Goethe Institut (GI). Partner sind desweiteren das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), sowie das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).
Das Projekt der “Familie Schneider”: Die Gaucho-Familie mit deutschen Wurzeln, die seit sechs Generationen Musik hegt und pflegt, präsentiert: „The Schneider´s“, Quinze de Novembro, Rio Grande do Sul, Brasilien“ wurde im Segment „Musik“ eingetragen. Im Sinne die „Unterstützung für Register und Speicherung, Informationen über Vorgänge und wesentliches kulturelles Gut in verschiedenen Medien festzuhalten, zu schützen, abrufbar zu gestalten und als Nachschlagewerk zur Verfügung zu stellen“. Es besteht aus einem zweisprachigen Buch (Portugiesisch/Deutsch) und einer Audio-CD mit 15 (fünfzehn) Liedern die von der Familie produziert wurden und 01 (eine) aus dem Gemeingut. Das CD-Buch wird gratis zur Verfügung gestellt. Der Verkauf ist untersagt.

Schlussfolgerung
Die Familie Schneider wuchs auf inmitten der Musik und war stets mit Kultur verbunden. Von groβen Dichtern der brasilianischen und internationalen Musik beeinflusst, möchten wir über Konflikte, Zusammenleben, Musikalität, Schwierigkeiten, Hindernisse und Neuanfänge singen. Nicht zuletzt die Zwisten zwischen Eltern und Kindern, das familiäre Leben und ihre Bedeutung und Reife des Menschen.
Unsere Kinder sind von Beispielen geprägt und nicht von dem was wir sagen. Wir wünschen, dass sämtliche Familien ihren Grundstein auf Liebe und Kameradschaft basieren, dass sie schöne Geschichten ihren Nachkommen hinterlassen. Schöne Geschichten auf einfache Weise, wie sie nur die Musik ermöglicht, gehören zu unseren Aufgaben. Wir sind stolz, dass wir Ihnen unsere Geschichte erzählen durften.
Mit den besten Grüβen – Familie Schneider – 2013

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